Cutane Porphyrie
Wir kennen die folgenden Krankheiten:
- EPP Erythropoetische Protoporphyrie
-
PCT Porphyria cutanea tarda
- CEP Kongenitale erythropoetische Porphyrie
-
HEP Hepatoerythropoetische Porphyrie)
Die Hautkrankheiten bei Porphyrie werden durch Sonnenlicht
ausgelöst. Obwohl Licht, das durch eine Glasscheibe auf die
Haut fällt, keinen Sonnenbrand auslöst, kann es bei Porphyrie
die Hautsymptome hervorrufen. Am meisten betroffen sind Handrücken
und Gesicht. Der beste Schutz sind „Kleidungsstücke“
wie Handschuhe und Hüte, die das Licht abhalten.
Die eine Form der Hautkrankheiten führt zu 1-2 cm grossen Hautblasen
und verletzlicher Haut. Das bedeutet, dass nur leichte Traumen bereits
Hautwunden auslösen können. Die Hautveränderungen
sind begrenzt auf die Haut, die dem Sonnenlicht ausgesetzt ist.
Am schwersten betroffen sind Handrücken und Gesicht.
Die Porphyrien, die solche Hautveränderungen bewirken können,
sind die Porphyria cutanea tarda, die Porphyrie variegata und die
hereditäre Koproporphyrie. Bevor eine Behandlung eingeleitet
wird, muss die Porphyrieform bestimmt werden durch Untersuchung
von Blut, evt. Stuhl und Urin auf Porphyrine. Die Porphyria cutanea
tarda kann durch Aderlass behandelt werden oder durch niedrig dosiertes
Chloroquin.
Bei Porphyria variegata und hereditärer Koproporphyrie nützt
der Aderlass nichts und Chloroquin kann die Porphyrie sogar verschlechtern.
Bei diesen Porphyrien muss man sich mit Lichtschutz behelfen.
Die zweite Form der Hautkrankheiten äussert
sich in Schmerzen, sobald die Sonne auf die Haut trifft. Die Schmerzen
treten I.A. innert weniger Minuten bis maximal 1 Stunde auf. Sie
werden wie Stiche von 1000 heissen Nadeln, als Brennen oder Jucken
beschrieben. Meist ist bei leichteren Anfällen keine Veränderung
an der Haut erkennbar. Bei schweren, über Tage anhaltenden
Attacken kommt es zu Schwellungen, Rötung, evt. sogar zu Blutpunkten
oder Verletzung der Haut. Diese Symptome sind sehr verdächtig
auf erythropoietische Protoporphyrie. Diese Porphyrie beginnt im
frühen Kindesalter, im Alter zwischen 1 und 8 Jahren. Nachgewiesen
wird die Porphyrie durch eine mindestens 5-fache Erhöhung von
Protoporphyrin in den Erythrozyten.
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